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Über Fasten habe ich
bis jetzt vieles geschrieben. Diesmal steht der Sport auf der
Tagesordnung. Es gibt Menschen, die behaupten, dass Fasten bei
den Wettbewerben den Erfolg behindert...
Aus diesem Grund werde
ich versuchen, die folgenden Fragen zu beantworten und in
diesem Durcheinander eine Antwort zu finden:
"Kann man während
des Fastens Sport betreiben ?"
"Ist es möglich, dass
der Sportler auch während der Fastenzeit Leistungsfähig ist?"
Es gibt islamgläubige
Sportler, die ihre religiöse Verbundenheit zeigen, indem sie
mindestens zum Freitagsgebet gehen und im Ramadan fasten.
Trotz aller Eifrigkeit der Sportler machen besonders die fremden
(nicht islamgläubigen) Trainer der Fußballmannschaften den
Eindruck, dass das Fasten schlecht wäre, mit der Begründung,
dass die Mannschaft Kondition verlieren und dies die Qualität
verringern würde. So entsteht ein großer Druck auf die Sportler.
Es gibt auch diejenigen, die das Thema bis zum Vorbeter in
der Moschee bringen, um sie nach ihrer religiösen Ansicht zu
diesem Problem zu fragen (im Grunde genommen ist es nicht
richtig, dass die Vorbeter solch ein Fetwa geben), um so ihre
Ziele durchzusetzen.
Es gibt aber auch
manche die dieses Thema nur negativ und mit Vorurteilen
betrachten. Sie zögern nicht die Erkenntnisse der Wissenschaft
auszunutzen um so ihre Meinung darzustellen. Sie sind der
Ansicht, dass ein fastender Mensch erfolglos beim Sport wird.
Dafür haben sie
folgende These:
"Die Details, wie die Ernährungsumstellung und die
Veränderung des Stoffwechsels, elektrolytisch ausgewogene
Getränke, die Chronobiologie (das heißt, der Einfluss der Zeit
auf den Körper, die plötzliche Veränderung der Schlafordnung)
sind Bedingungen, die sportliche Aktivitäten außergewöhnlich
anstrengend machen. Fußballspieler, die sich in einem
konzentrierten Training und in einer Wettkampfsituation
befinden, werden aus diesem Grunde kein Erfolg haben können.
Ich, als ein Mensch
der die wissenschaftliche Sichtweisen übernimmt, muss hierzu
folgende Fakten erwähnen. Warum wird unter normalen Bedingungen,
wissenschaftlich fundiert, der Biorhythmus (die physikalische
Stärke), die seelische Gesundheit und die
Intelligenz des Sportlers nicht beachtet, obwohl man beim
Fasten an diese Aktionen denkt? Warum wird wohl die
Arbeitsleistung eines Sportlers im Wettkampf, nicht in Bezug auf
das Fasten und die (physikalische Stärke)/ Kondition untersucht?
Aber aus
unerfindlichen Gründen lässt man nur das Fasten in den
Vordergrund treten. Auf der anderen Seite sind die Ansichten der
Fachmänner so, dass bei den fastenden Sportlern, wenn es nötig
ist, die Energiereserven des Körpers die Arbeit übernehmen und
beim möglichen Mangel, der im Körper entsteht, ausgleichen.
Das ist eine sehr
merkwürdige Lage! Der fastende ist zufrieden aber der nicht
fastende ist unzufrieden. Das heißt, bei denjenigen ist der
Wunsch, den Menschen nicht fasten lassen, ist wichtig. Niemand
hat das Recht, in Panik zu geraten. Die fastende Sportler sind
sich doch ihrer Leistung und Stärke bewusst, und sich auch
bewusst, in welcher Mannschaft sie Fußball spielen. Sie werden
im Vorlauf des Wettkampfes ihre Fähigkeiten, gegenüber ihren
Konkurrenten, als auch gegenüber ihren technischen Direktoren
beweisen.
Meiner Meinung nach
hat die Sache ganz mit Psychologie zu tun, aber sie wird
nicht von psychologischer Seite her betrachtet. Ist es denn
möglich, dass ein Sportler, der psychologisch nicht bereit ist,
bei den Wettkämpfen erfolgreich wird, auch wenn gesund ist
und genügend Nahrung zu sich nimmt ?
Es ist ja ganz klar,
dass ein Gehirn, das sich einem negativen Gedanken widersetzt,
den geistigen (gedanklich) und körperlichen Aktionen Richtung
geben kann. Leider wird dieses sehr wichtiges Detail
übersehen...
Fevzi's
Situation ist ein wichtiges Beispiel dafür; Er ist an den, seine
Familie betreffenden, Problemen beinahe erstickt .! Es ist
möglich, viele Beispiele wie dieses, die unsere Ansicht
bestätigen, in unserer Umgebung zu sehen.
Eines der
schönsten Beispiele hierfür hat der mohammedanischer Spieler
Shareef Abdur-Rahim dargestellt, als er Anfang der Saison
aus Atlanta kam und von ihm erwartende Leistung nicht darstellen
konnte, dass das Fasten den Erfolg nicht behindern wird. Bei
seiner vorherigen Erklärung sagte er, " Sieht mich in
Ramadan. Wenn ich faste , kann ich mich während des
Spiels besser konzentrieren".
Der Starspieler bewies
uns, wie wahr seine Worte waren. Shareef, welcher eine
ziemlich gesteigerte Leistung hatte, hat beim Wettkampf, in dem
Atlanta Detroit 106-99 besiegt hatte, genau 50 Punkte
gemacht (beinahe die Hälfte der Punkte, die seine Mannschaft
erzielte) und brach damit die NBA-Rekord dieser Saison.
Das bedeutet, das
Problem betrifft nicht die Ernaehrung, sondern die Psychologie.
Als letztes möchte ich
folgendes beifügen:
Es sieht logisch aus, dass das Fasten den Sporttreibenden nicht
negativ beeinflusst. Im Grunde genommen hat der Sportler durch
Fasten sein Selbstbewusstsein bekommen und sein übertriebenes
Verhalten unter Kontrolle genommen.
Man sollte annehmen,
dass man in der Jugend, welche als die fruchtbarste Zeit
angenommen wird, mit ein bisschen Vorsicht Sport treiben kann,
wenn man will. Die Trainings- und Wettkampfzeiten müssen im
Rahmen gegenseitigen Respekts bestimmt werden und den Sportlern,
die ihre seelischen Werte nicht verloren haben, unbedingt
geholfen werden.
Die Geheimnisse des
Monats Ramadan sind unzählbar. In diesem heiligen Monat zu
fasten ist eine Aufgabe, die jeder Mohammedaner verwirklichen
muss. Unsere Sportliebe als Volk ist gewiss. Während der
Sportler sein Brot in dieser Hinsicht verdienen muss, wäre es
richtig, dass diejenigen, die sich auf Kosten dieser Leute
bereichern, ihnen auch helfen...
Es ist sehr
logisch, dass ein gesunder Mensch fasten kann, da es ja auch
logisch ist, dass ein ungesunder Mensch nicht zu fasten braucht.
Istanbul- den 27.11.2001
http://sufizmveinsan.com
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