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Entnommen
aus dem Buch von Jon Manchip
White namens ‘’Everyday Life in ancient Egypt’’/Das tägliche
Leben im alten Ägypten...
Kapitel : 2
Die Pharaonen
Im alten Ägypten herrschte eine
feudale und theokratische Verwaltung. Im sozialen und
spirituellen Bereich gehörte jede Art von Vollmacht dem König.
Er war wie ein Gipfel der Pyramiden. In den Ländern wie Babel
wurde angenommen, der König wäre ein von den Göttern gewählter
Sterblicher, der sie auf der Welt repräsentiert.
Der König von Ägypten war auch ein
Gott, nach der Meinung des Volkes. Besser gesagt er war eine
Verbindung (vielleicht ist das nicht das richtige Wort) vieler
Götter. Er war nicht nur die Inkarnation seines Vaters, des
Sonnengottes Ra, sondern wurde auch mit dem Sohn Ra's, mit dem
Falken Gott Horus identifiziert.
Später haben ihn die Mönche von
Heliopolis mit dem Totengott Osiris identifiziert. Also den
obengenannten Zeilen zufolge war der Pharao gleichzeitig der
Sohn von Osiris und nach dem Tode würde er als Osiris wieder
reinkarniert. Für uns sieht diese Situation ziemlich verwirrend
aus. Aber sie weist ja auf die Heiligkeit des Pharaos, die seit
vielen Generationen von den Theologen erforscht wurde.
Kein König wurde vergöttert wie der
Pharao.
Jeden Morgen ging der Pharao bei
Sonnenaufgang zu seinem Morgenhaus, das einer von seinen
privaten Tempel war und wusch dort seine Gelenke. So wie der
Sonnengott Ra in seinem Ozean im Himmel badete, so wusch der
Pharao sich selbst auch seinen Körper. Der Grund dieser Tat war,
die Lebenskraft, die von zwei Landstücken zu ihm kam, zu
schützen.
Danach ölten die Mönche, welche die
Masken von Horus und Weisheitsgott Ibis auf ihre Gesichter
aufgesetzt hatten, seine Körper und kleideten ihn an.
Dann ging er zum Tempel rein und
leitete dort eine andere Zeremonie. Das Ziel hier ist, den
religiösen Zeremonien, die später in allen Tempeln des Landes
stattfanden, Geistigkeit hinzufügen.
Der Pharao war der heilige
Katalysator des Ägyptens. Er war ein glänzendes Licht, das vom
Himmel kam.
Nach dem Glauben der Ägypter, trat
der Mechanismus des ganzen Lebens, ohne die zauberhaften Worte
des Pharao, jeden Morgen bei Sonnenaufgang, nicht in Aktion.
In Anwesenheit des Pharaos gab es
eine große Ernsthaftigkeit und Hierarchie. Jede Tat von ihm
wurde mit einer großen Vorsicht verfolgt. Wenn sein Schatten
jemanden getroffen hatte, der sich dort befand oder man einen
von seinen Beamten berührte, glaubte man, dass das Unglück
bringen würde.
Seinen Fuß zu küssen, statt den
Staub vor seinen Füße, war das Zeichen einer großen Konzession.
Sogar sein Name war so heilig und zauberhaft, daß es große
Gefahr verursacht hätte, wenn man ihn auch nur zu murmeln wagte.
Gerade deswegen wurde er nicht mit seinem wirklichen Name
angesprochen, sondern nur Pharao genannt, was kein persönlicher
Name war. Diese Worte kamen eigentlich aus zwei Wörtern, die ‘’
Das große Haus’’ bedeuteten.
Die Kindheit der Pharao war sehr
bequem vergangen, er spielte, schwamm, ritt und lernte Pfeil-
und Bogenschießen, ohne jede Ahnung von den grausamen
Beschränkungen des Protokolls.
Als er groß genug war, ging er zur
Armee mit den anderen adeligen Kindern und den Prinzen, welche
aus fremden Ländern nach Ägypten zur Bildung geschickt wurden.
Istanbul .05.06.2001
http://sufizmveinsan.com
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