Entnommen aus dem Buch von Manchip White, namens ‘’Everyday life in ancient Egypt’’/Das tägliche Leben im alten Ägypten..

Kapitel: 1

DAS NILTAL UND SEINE EIGENSCHAFTEN :

Die alten Ägypter waren sehr mit Gartenarbeit und Botanik interessiert. Deswegen ist es ganz normal, dass die Erscheinung ihres Landes, indem sie leben, auf der Karte, wie ihre Lieblings Lotosblume aussieht, welche sie bei ihren Denkmalen benutzten. Wenn Sie auf die Karte des Ägyptens nachschauen, werden Sie sehen, dass das Niltal wie ein Blumenkopf aussieht. Der Blumenstiel geht weiter bis zur Nil’s Quelle, der Afrika’s Zentrum, also 4000 Meilen vom Meer entfernt.

Ägypten, das Land, dessen Grenze eine der  außergewöhnlichste der Welt, ähnlich wie Chile, ist. Die meisten Ländern haben einen runden, viereckigen oder länglichen Grenzverlauf. Jedoch sieht Ägypten aus wie ein nasses Garn aus grüner Seide, mitten in einer unendlich großen gelben Wüste.

Das Schicksal eines Landes hängt von seinen Eigenschaften ab.

Auf der Welt werden nur wenige Länder so von diesen Faktoren beeinflusst wie Ägypten. Das Leben in Ägypten war ganz vom Nil abhängig. Dieses Land war ein enger aber sehr fruchtbarer Teppich aus Erde, mitten in einer felsigen Gegend, eingebettet zwischen Sanddünen.

Dieser Fluss war das Leben des Volkes und ihr alles. das Volk verehrte den Nil und lobte ihn sehr. Die alten Ägypter lebten in Abhängigkeit mit diesem Fluss

Im Jahre 3000 v.Chr. gab es zwei Königreiche in Ägypten, das Obere Ägyptische Königreich und das Untere Ägyptische Königreich. Die Ägypter waren im Gegenteil zu den Fresken, wie bei den Denkmälern zu sehen war, sehr bequeme, tolerante und ans Leben fest gebundene Menschen.

DIE PYRAMIDEN (Seite:39)
Für die meisten von uns sind die wunderbrsten und wichtigsten

Monumente aus Ägypten, die Pyramiden.

Diesen originalen Werken hat ein Grieche den Namen Pyramidia gegeben, weil sie wie die Weizenkuchen aussahen, die er in seinem Land gegessen hatte.

Was wir über Pyramiden sagen können ist, dass es eine  Beziehung zwischen ihnen und den Leuten die  sie erbaut gibt.
Das einzige, was wir darüber sagen können, ist dass die Pyramide für die Beerdigung der Königsfamilie erbaut sind.

In früheren Zeiten wurden die Toten, in dem auf Sand geöffneten und mit einem Tuch bedeckten Grab beerdigt. Jedoch hat man aber auch damals den Verstorbenen mit Waffen, Kleidern und Nahrungsmitteln begraben. Durch  Schakale, wilde Tiere oder einem Sandsturm in der Umgebung wurden die toten Körper wieder aufgedeckt.  Deswegen haben die reichen Leute sich entschlossen, sich dauerhafte Grabstätten zu bauen.

In der ersten Dynastiezeit haben die Könige und die Edlen angefangen die Gräber, die die modernen Araber  „Maßstab” nannten, zu bauen. Diese waren in Wirklichkeit die unter der Erde gebauten Lebenshäuser. Auf den obersten Stock wurde ein weißgefärbter Teil aus Schlammziegelsteinen gelegt. Die Sachen, die man früher für die Toten da ließ, bewahrte man hier und dekorierte diese Häuser sehr prächtig.

In der späteren Dynastiezeit hat man die Toten in einer Kammer begraben, in der man durch ein Zimmer vorbeigehend unter die Erde hinabging, um das Grab von Einbrechern zu schützen.

Die Popularität der " Maßstab" dauerte bis in den späteren Zeiten an, aber es wurde ein neuer Grabmodell für die Könige entwickelt. Diese wurden Pyramiden genannt.

Wenn man sie aus der Nähe untersucht, wird man sehen, dass die Pyramide eine, der Länge nach oben ausgestreckte Form des " Maßstab" genannten Grabes ist.

In der Pyramide gibt es einzelne Gräber um den König herum für Diejenigen, die ihre Leben lang dem König gedient haben, also für die Königin, die Kinder und die obersten Diener des Königs. Wenn man aus der Ferne ansieht, sieht diese Aufstellung aus, wie die Anordnung des Dieners der Ränge nach, ais der König noch am Leben war.

Die meisten Pyramiden, die heute zu sehen sind, haben eine alleinige und abgenutzte Erscheinung. Jedoch aber bildeten sie bei ihrer neu erbauten Zeit, den Mittelpunkt des ziemlich detailliertes Netzes, welches von den anderen Denkmalen und Gräbern in der Umgebung entstanden wurde. Die schönste und älteste Pyramide ist die Pyramide Step, welche der König Zoser in Sakkara erbauen ließ (2700 V.J.). Das Design  dieser Pyramide wurde vom Wesir Imhotep geplant, welcher als ein Genie bekannt war und dem das Volk nach späteren Jahren das göttliche Ehren erwiesen hatte. Imhotep ist als der Vater der Mathematik, Architektur und Medizin bekannt. Außerdem hat er auch den Kalender erfunden. Wie bei einer Hochzeitstorte hat er die sechs Stücke Maßstaba übereinander gelegt und die Oberflächen mit Kalkstein bedeckt, welcher in den königlichen Steinbrüchen abgebaut wurde.

Unter der Pyramide, in den tiefen der Erde , gab es ein mit rosafarbigen Granit bedeckten Grabraum. Die Umgebung dieses Raumes war genauso wie in einem Labyrinth, mit Gängen gefüllt.

Wie die Pyramide Step, wurden auch alle anderen Pyramiden des alten Königreiches in der Nähe von Memphis erbaut , welche vor tausend Jahren die Hauptstadt war. Die Pyramiden befinden sich an der westlichen Seite des Flusses Nil; sie nahmen sich die westlichen Gipfel, auf den Hintergrund als ein schützendes Hindernis und so konnte das heilige Schiff der Sonne, nach den Glauben in Ruhe in den Hafen hineinfahren, wo es übernachtete.

Warum kam die Idee in Pyramiden beerdigt zu werden auf, warum fanden die die alten Staatsmänner Agypten´s das so interessant?

Die vernünftigste Antwort dafür ist, hinsichtlich des übereinander gelegten Maßstabes, dass die Pyramide eine heilige Treppe sein sollte, mit der der verstorbene Pharao zu seinem ewigen Haus im Himmel hochsteigen konnte. In den alten Inschriften ist dies deutlich und ausdrücklich geschildert.

Als mit der Zeit die Seiten der Pyramide abgerundet und die Treppen unsichtbar wurden, kam eine zweite Ansicht heraus. Die Pyramide verglich man mit einem heiligen Stein namens „Benben“. Dieser Stein befindet sich in einem Tempel in  Heliopolis, welcher dem Gott Ra gehörte.

Dem Glauben nach repräsentierte ''Benben'', mit hoher Wahrscheinlichkeit, eine Stätte der Unsterblichkeit, welches zum ersten Mal von Gott Ra-Atum beschrieben wurde.

Außerdem sollten "Benben" und die Pyramide die Strahlen der Sonne repräsentieren, welche vom Himmel kamen und der Erde das Leben schenkten. Wahrscheinlich deshalb befand sich auf dem Gipfel jeder Pyramide ein Stein, in Form der "heiligen Benben" (einer kleinen Pyramide ähnelnd).

Die Pyramide ist das Zentrum einer Totenstadt. Obwohl jetzt die meistens verloren sind, ist der Pharao mit seinen verstorbenen Familienmitgliedern und den Prominenz des Staates umgeben, genau wie in seiner Zeit. Nun aber liefen durch diese Totenstadt auch lebende Menschen. Diese waren Mönche, die zur damaligen Zeit vom König und anderen Adelsleuten dafür bezahlt wurden, für ihre Seelen zu beten. Daraufhin beteten sowohl seine Wärter, die seine Knochen bewachten, als auch die Arbeiter, die für die Pflege der Pyramiden verantwortlich waren.

Natürlich was das ganze nicht nur für die Erfüllung des Testaments eines verstorbenen Staatsmannes, sondern das ägyptische Volk gab sich auch eine besondere Mühe, um die Erinnerungen seines Königs lebendig zu halten. Nach den Glauben wurde die Seele eines guten Pharaos auch nach seinem Tod seinem Volk nützlich. Solange das Volk täglich für ihn betete und seine Erinnerungen lebendig hielt, nahm er von den Göttern, mit denen er am Himmel zusammen war, für sein Volk Hilfe und legte Fürbitte für sein Volk. Er war eine spirituelle Kraft.

Pyramiden zu bauen war für das ägyptische Volk nicht nur ein Verehrungs- und Liebeszeichen für die verstorbenen Könige, sondern auch eine Arbeits- und Lebensquelle.

Jedes Jahr blieb das Gebiet namens Schwarzes Gelände drei Monate lang unter dem Wasser des Nils. In dieser Periode arbeiteten die Landwirte bei den Bautätigkeiten der Pyramiden, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Die Steinblöcke, die beim Bau benutzt wurden, hat man auf Holzfähren schwimmend zum Baugebiet gebracht. Da alles mit Wasser bedeckt war, konnte man die felsige Gegend, in der man in anderen Jahreszeiten nicht durchkommen konnte, auf diese Weise gefahrlos überqueren.

Nach 4500 Jahren, nachdem der Suezkanal gebaut wurde, verwendet man dieses System immer noch.

So haben die Ägypter mit großer Mühe die toten Körper ihrer Pharaonen  mumifiziert, und prächtige Gräber für sie erbaut, um sie zu schützen. Das Volk gab den Pharaonen viel Liebe, da sie glaubten, dass sie auch von deren Körpern Hilfe bekommen werden.

                                                                         
      Istanbul. 05.06.2001
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