Wenn man das Wort Operation hörte, dachte man auch bei einem kleinen medizinischen Fall gleich an einen riesengroßen Schnitt am Bauch. Aus diesem Grund hatte man immer Angst vor Operationen.

Im besonderen mussten die Jenigen unter den alten Chirurgen leiden, welche in der Art und Weise, die man “deutsche Richtung” nannte, ausgebildet worden waren, brauchten fast bei jeder Operation der Bauch von oben bis unten aufzuschneiden.

Jedoch braucht man heute aufgrund der technologischen Entwicklungen nicht mehr so viel zu schneiden. Die Methode, welche im Englischen "minimally invasice surgery" genannt wird, hat zur Folge, dass mehrere Operationen mit minimalen Schnitten, die hinterher nur eine ganz kleine Narbe hinterlassen, die man gar nicht sieht, durchgeführt werden. Wiederum ist es möglich, bei den Organen, die nach Außen mit einem Loch verbunden sind, ohne zu schneiden und mit dem Endoskopie genannten Apparat in Öffnungen des Körpers hineingehend eine Operation durchzuführen.

Die Endoskopie, welche das Innere des Körpers zu sehen bedeutet, kann man sowie bei der Behandlung, als auch bei der Diagnose benutzen. Sogar mehrere Behandlungen werden damit auf einmal durchgeführt.

Zum Beispiel wird bei der Kolonkoskopie genannte Methode das Innere des Dickdarmes mit einer Kamera untersucht, die man in den Anus einführt. Der Dickdarm wird untersucht und  mögliche vorhandene  Polypen, eine vorspringende Masse mit einem dünnen Stiel, während der selben Behandlung  entfernt. Die ähnliche Behandlung gilt auch für die Prostata- und Harnblasenprobleme. Bei Operationen, bei denen man früher am Bauch schneiden musste, kann man jetzt durch die Harnröhre einkommend die Krankheit sowohl genau erkennen und als auch das kränkliche Gewebe oder Organ ohne größeren chirurgischen Eingriff entfernen.

Diese Methode wird bei den Organen, die keine Öffnung nach Außen haben, anders angewandt. Zum Beispiel wird bei der Laparoskopie genannten Methode am Bauch ein 1-2 cm großes Loch gemacht und eine Kamera eingeführt, dadurch kann man die inneren Organe sehen und wenn es nötig ist, können sie auch operiert werden. Mit dieser Methode, wird jetzt der größte Teil der Gallenoperationen durchgeführt.

Diese Methode wird jetzt auf der ganzen Welt bei vielen Krankheiten mehr und mehr angewandt. Sogar ein Teil der Operation am offenen Herzen wird auch nach diesem System durchgeführt. Die Operation, bei der bisher der Thorax von oben bis unten geöffnet, das Herz angehalten und der Patient an eine Herz-Lungenmaschine für den künstlichen Blutkreislauf angeschlossen wurde, wird jetzt - während das Herz funktioniert - durch die ein paar Zentimeter großen Schnitte auf der Brustwand einführend verwirklicht. So werden Patienten, die früher wochenlang arbeitsunfähig waren, schon in 1-2 Tagen wieder arbeitsfähig.

Durch die Laparoskopie ist man in der Lage, einige Operationen zu verwirklichen wie z.B. Leber- und Nierentransplantationen, bei Blinddarmentzündungen oder Eingeweidebrüchen, bei Operationen in der Frauenheilkunde, bei Bauchaortenausbesserung oder Dickdarmgeschwülsten, Operationen bei erkrankten Lungen (Pneumothorax), Geschwülsten oder Lymphknotenoperationen können durch ähnliche Methoden verwirklicht werden.

Diese Liste kann man noch verlängern. Jetzt ist es viel einfacher, bei den Patienten möglichst mit wenig Schmerz große Behandlungen zu verwirklichen.

Die Technologie dient der Medizin und die Medizin dient der Menschheit von Tag zu Tag immer mehr.

Facharzt, Dr.Katip Baþ
Ýstanbul- den 11.12.2001
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