Zum ersten Mal haben Forscher in Großbritannien einen
menschlichen Embryo geklont. Ein Klon überlebte fünf Tage,
die anderen schafften nur drei.
London - Erstmals haben nun auch in Großbritannien Forscher
menschliches Leben geklont. Nach einem Bericht des
britischen Fernsehsenders BBC haben Wissenschaftler der
University of Newcastle die entkernten Eizellen von elf
Frauen mit dem Erbmaterial anderer Zellen gefüllt. Drei
dieser Klone überlebten im Labor drei Tage, ein weiterer
schaffte fünf Tage.
Die Forscher hatten im vergangenen Jahr die Erlaubnis der
zuständigen Behörde für ihr Experiment erhalten. Sie wollen
aus den geklonten Embryos Stammzellen gewinnen und mit deren
Hilfe Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten wie Diabetes,
Parkinson und Alzheimer entwickeln.
In Deutschland ist das Verfahren verboten. Kritiker halten
das sogenannte "therapeutische Klonen" für unethisch. Das
Klonen von Embryonen zur Fortpflanzung steht auch in
Großbritannien unter Strafe.
Artikel vom 24.05.2005
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